Donnerstag, 13. Oktober 2016

Never try, never know

Unser Plan für Lovina: TAUCHSCHEIN!!

Das haben wir dann auch gleich sonntags in Anspruch genommen, nachdem wir uns von der doch ziemlich langen Anreise erholt hatten. Zum Glück ging das in unserem neuen Hostel echt gut, wieder ein richtiger Glückstreffer. Mit frischem Obst und einem Willkommensgetränk wurden wir in dem doch etwas ungewöhnlichem Hostel begrüßt. Das Mehrbettschlafzimmer hatte keine richtigen Wände und war somit halb draußen und auch das Bad war eigentlich unter freiem Himmel, ungewöhnlich aber auch ganz cool irgendwie. Überall draußen standen gemütliche Betten, wo man tagsüber Zeit verbringen konnte, es gab einen natürlichen Pool, alles war bewachsen und es gab sogar einen Vogel der immer  "morning" sagte. Man kann von diesem Hostel also wirklich schwärmen, bis auf einen kleinen Punkt: als wir am 2. Abend nach Hause kamen und einfach nur ins Bett fallen wollten, hörten wir irgendetwas in Alines Bett rascheln. Mit einer Taschenlampe ausgerüstet, schauten wir nach und was sahen wir, eine DICKE, FETTE RATTE!! Baaah wir hatten Gänsehaut am ganzen Körper, wie in Schockstarre starrten wir sie minutenlang an, wie sie da herumkrabbelte - und aufeinmal war sie weg. Da konnte Aline nicht mehr schlafen, einmal Ratte immer Ratte. So zog sie kurzerhand auf die andere Seite des Zimmers um.

Die Hostelbesitzerin hatte uns schon eine Tauchschule empfohlen, bei der wir uns dann auch gleich angemeldet haben. Jetzt hieß es erstmal ein 250 Seiten Buch in 3 Tagen zu lesen, damit wir auch den Test am Ende bestehen... Die nächsten Tage liefen dann also so ab: früh aufstehen, Tauchen, lesen, essen, schlafen. Ok vielleicht nicht ganz so eintönig. Am ersten Tag wurden wir von einem driver um halb 10 am Hostel abgeholt und in die Tauchschule gefahren, dort haben wir uns dann erstmal für 2 Stunden Videos angeschaut und 3 kleine Quizzes bearbeitet. Anschließend gab es Lunch und dann ging es ab in den Pool. Unser Tauchlehrer Richard hat uns dann erstmal ein bisschen zum Equipment erklärt und wir haben einige Übungen im Pool gemacht. Zum Beispiel wie man das Wasser aus der Taucherbrille bekommt (wenn man unter Wasser ist) oder was man macht, wenn einem die Luft ausgeht und noch vieles mehr.
Zurück im Hostel ging es dann wieder ans lesen... Der spannendere Teil des Abends kam erst später. Wir sind mit einer Holländerin essen gegangen und anschließend ins Schwesterhostel von unserem etwas trinken gegangen. Von dort wollte der Besitzer mit uns später zum Strand laufen, um das leuchtende Plankton zu sehen. Um Mitternacht haben wir uns dann auf den Weg gemacht, vom Strand aus konnte man das Plankton nicht so gut sehen, aber wenn man ins Wasser gegangen ist und die Hände bewegt hat, waren überall kleine leuchtende Punkte zu sehen. Richtig schön!
Danach gings aber auch wieder zurück zum Hostel, wir mussten am nächsten Tag nämlich schon um 8:30 los, um 2 Stunden  nach Tulamben zu fahren. Dort haben wir uns bei 2 Tauchgängen das Schiffswreck USS liberty angeschaut und wieder ein paar Übungen für Notfälle gemacht.
Abends sind wir dann mit 3 deutschen Jungs und einer Kanadierin essen gegangen und wieder in das andere Hostel zum Bierpong spielen. Weil wir  dann aber doch echt fertig von unseren Tauchgängen waren, sind wir schon relativ früh nach hause um nochmal ein bisschen Schlaf  vor unserem letzten Tag zu tanken.

An dem gings nach Menjangan-Island. Menjangan heißt auf indonesisch Reh, anscheinend gibt es auf der Insel ziemlich viele von diesen. Dort mussten wir erst wieder 2 Stunden hinfahren und dann nochmal eine 20 minütige Bootstour hinter uns bringen bevor wir ins Wasser durften. Das Wasser war echt kristallklar und wunderschön, leider haben wir bei unseren 2 Tauchgängen entgegen unserer Hoffnung aber keine Schildkröten oder Haie gesehen. War aber trotzdem richtig gut!
Nachmittags mussten wir dann noch einen Test schreiben, den wir aber zum glück bestanden haben und jetzt sind wir offiziell Absolventen des Padi Open Water Course und dürfen zunächst bis 18m tauchen (in Thailand wollen wir vielleicht noch den Advanced dranhängen, um dann bis 30m tauchen zu dürfen).
Abends haben wir unseren Erfolg dann beim Billard spielen mit den andern von unserem Hostel gefeiert.

Am nächsten Morgen gings weiter nach Mount Batur, auf dem Weg haben wir aber noch einen Stopp am Aling-Aling Wasserfall eingelegt. Man muss sagen hier wird echt alles zum Business gemacht, nur damit wir dort ins Wasser durften, mussten wir 8€ bezahlen... Aber gut es hat sich wirklich gelohnt! Den Aling-Aling Wasserfall haben wir nur vom trockenen aus bestaunt, aber dahinter gab es noch 3 andere Wasserfälle. Mit jeweils einem 5m, 10m, 15m Sprung und den einen Wasserfall konnte man sogar runterrutschen. Den 15m Sprung haben wir uns dann doch nicht mehr getraut (vieeel zu hoch), aber wir sind beide gerutscht und 5m gesprungen und Johanna auch den 10m Sprung.

Von da aus ging über eine echt schöne Straße (man hatte wirklich bombastische Aussichten) weiter nach Mount Batur.

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