Dienstag, 22. November 2016

762 Kurven später

I Unser nächstes Ziel ist Pai, eine kleine Stadt noch weiter im Norden Thailands.

Nachdem uns einige den Tipp gegeben hatten, diese landschaftlich atemberaubende Fahrt von Chiang Mai nach Pai mit einem eigenen Roller zu machen, andere aber meinten diese Strecke sei aufgrund der vielen Kurven und der Enge zu gefährlich, wollten wir uns doch selber überzeugen und mieteten kurzerhand 2 Roller für die nächsten 3 Tage.
Pai ist zwar nur 82,5 Kilometer Luftlinie oder gut 125 Straßenkilometer von Chiang Mai entfernt, trotzdem hat die Fahrt uns gut 3 Stunden gekostet und nein, wir haben den Roller nicht geschoben, aber bei 762 Kurven, ständigem Auf und Ab und der ein oder anderen Kuh auf der Straße mussten wir unser gewohntes Tempo doch ein wenig drosseln.

Die durchschnittlich 254 Kurven pro Stunde oder die mehr als 4 Kurven pro Minute, haben sich aber wirklich gelohnt! Die Landschaft und die Aussichten waren echt atemberaubenden.

Leider hatten wir nur einen Tag diese Stadt zu erkunden, sie ist in Thailand mit ihrer Individualität und ihrem Ruf als Hippie-Stadt etwas ganz besonderes. Uns kam sie sehr laid-back vor, nicht alle 2 Sekunden wurde probiert einem etwas an zu drehen, die Läden war einzigartig und süß und auch die Natur war noch gut erhalten.

Auf unserer Erkundungstour haben wir uns als erstes auf den Weg zum White Buddha gemacht, das hieß mal wieder die Treppen erklimmen und das Monument bestaunen.
Weiter gings auf einer traumhaften Straße vorbei an Elefantenfarmen zum Pai Canyon.
Auf dem Weg zum Mae Peng Wasserfall haben wir dann noch an einem Tempel halt gemacht, der irgendwie eine Art Mischung aus chinesischen und thailändischen Buddhismus darstellte.
Am Wasserfall haben wir mal wieder gemerkt, wie klein die Welt doch eigentlich ist (oder wohl eher wie ähnlich die Reiserouten sind), wir haben nämlich Freunde aus Chiang Mai wieder getroffen. Nach einer kurzen Erfrischung im wirklich eiskalten Wasser sind wir auf dem Rückweg noch durch die Chinese Village gefahren und haben an einem Viewpoint gestoppt.

Am nächsten Tag haben wir uns nach einigen Startschwierigkeiten auf den Rückweg gemacht. Erst nach einer kurzen Panikattacke haben wir herausgefunden, dass unsere Roller sich nur starten ließen, wenn der Ständer oben war. Nach unserer Erleuchtung konnten wir dann endlich starten und kamen nach einem Stopp an der Memorial Bridge, die an 2. Weltkrieg erinnert, auch (fast) pünktlich in Chiang Mai an.
Hier sind wir zurück zu unserem Hostel, wo wir unsere großen Rucksäcke deponiert hatten, und haben uns nochmal ausgeruht, bevor es am nächsten Tag nach Laos ging.

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