Donnerstag, 15. Dezember 2016

Himmel oder Hölle

B A N G K O K - entweder man liebt es oder man hasst es.

Für uns gilt eher letzteres! Obwohl wir uns echt mit gemischten Gefühlen auf die mal wieder super lange Reise gemacht haben. Grade waren wir noch in einem der ruhigsten Plätze Südostasiens und jetzt ging es in die Großstadt.

Nach einer Fähre, 3 unterschiedlichen Bussen, dem Grenzübergang und einem Foto mit den ganzen Offizieren sind wir morgens um halb 7 in Bangkok ankommen. Dann gings noch weiter mit dem öffentlichen Bus in Richtung Koh San Road, die in der sogenannten 'Altstadt' Bangkoks liegt und das Backpackerviertel ist. Diesmal hatten wir auch bei der Hostelsuche echt Glück, wir entschieden uns direkt für das Zweite.

Mittags haben wir dann erstmal die Stadt erkundet, über die Khao San road ging es in Richtung Königspalast. Nicht ganz sicher wo genau der allseits bekannte Königspalast ist, sind wir letztendlich in eine riesige abgesperrte Area reingekommen. Hier sind fast nur Thais rumgelaufen (immer noch in schwarz/weiß gekleidet, wegen ihrer Trauer um den verstorbenen König) und es gab überall umsonst essen! Alle waren super freundlich und haben uns öfters eingeladen, sich zu ihnen zu stellen und auch was kleines zu essen. Sowas kann man natürlich nicht ablehnen...
Der Königspalast selber war echt imposant, überall war Gold und unendlich viele Verzierungen, man wusste garnicht wo man als nächstes hinschauen sollte.
Anschließend sind wir dann noch mit dem Boot in Richtung Chinatown gefahren. Man muss echt sagen die Fährenfahrten hier sind reinste Abenteuer, man darf auf keinen Fall zu nah am Rand sitzen, sonst kann man gleich klatschnass nach Hause fahren und sich umziehen.

Auf dem Rückweg von Chinatown haben wir noch Stopp auf dem Blumenmarkt gemacht. Der Markt selber war eigentlich nicht das coolste, aber in den Straßen drum herum, waren überall Blumengestelle, richtig schön!

Danach sind wir dann aber auch nach Hause und sind eigentlich nur noch erschöpft in unsere Betten gefallen... Schließlich mussten wir für morgen fit sein, denn jetzt hieß es SHOPPING.
Erster Stopp war der sogenannte 'Chatuchak Weekend Market', einer der größten Wochendmärkte in der Welt. Es gab wirklich alles und wir haben bestimmt 4 oder 5 Stunden dort zu gebracht. Trotzdem waren wir mit unseren Einkäufen nicht ganz zufrieden und sind anschließend noch in ein typisch asiatisch Einkaufszentrum gegangen, wo wir nochmal unsere Handelskills auspacken konnten! Auf dem Rückweg ging es dann über die Koh San Road, wo das shopping weitergegangen ist. Mit wehen Füßen, vollen Taschen und leeren Geldbeuteln sind wir dann endlich um 12 Uhr abends nach Hause gekommen.

Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg Richtung Floating Market gemacht. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten hat uns einer freundlicher Thai mit seinem Roller dort hingebracht. Leider war der Markt doch ein bisschen kleiner als wir erwartet hatten, aber trotzdem ganz cool. Schließlich ist es nicht grade gewöhnlich, dass die Küche eines Restaurant sich auf einem kleinen Boot befindet.

Nachdem wir das abgehakt hatten, war unser nächstes Ziel der 'Channel 7 Tower'. Hier kann man jeden Sonntag kostenlos  boxing matches ansehen, die live im Fernsehen übertragen werden. Eigentlich wollten wir hier ja nur ne halbe Stunde oder so sind, weil wir jetzt beide nicht die größten Boxing-Fans sind, aber dachten wenn wir schon mal in Thailand sind, müssen wir uns das mal kurz anschauen. Letztendlich haben wir gute 3 Stunden dort verbracht.
Es gab eigentlich eine Touristensection, aber als wir uns dorthin versuchen durchzuquetschen, wurden wir von ein paar Thais zu sich gewunken, also haben wir von dort das Match 'genossen'. Irgendwie war es aber doch ganz cool, überall wurden Wetten abgeschlossen, jeder hat sich Geldscheine zugesteckt und es war echt eine coole Stimmung. Aber wir waren auch ganz froh als wir wieder draußen waren haha...

Da uns eine echte Rooftop bar irgendwie zu teuer war, sind wir von dort zu einem verfallenen Hotel gefahren. Wir hatten gehört, dass man dort oben auf dem Dach eine echt gute Aussicht hätte und davon wollten wir uns jetzt selber überzeugen. Als wir jedoch endlich davor standen, war es zum einen leider schon dunkel und zum anderen war wirklich alles abgeriegelt... Wir hatten das ganze eigentlich schon abgestempelt, als auf einmal ein Thai aus der Ruine rauskommt. Er erklärt uns, dass wir auf das Gebäude nicht mehr hoch können, weil sich dort vor kurzem jemand erhängt hatte und die Polizei jetzt alles abgeriegelt hatte. Aber wenn wir wollen, können wir für 200 Baht auf das gegenüber liegende Parkhaus. Doch ein bisschen abgeschreckt von dem Toten haben wir uns also für diese Option entschieden. Wir mussten durch ein kleines Loch im Wellblech klettert, was wir davor noch garnicht bemerkt hatten und dann die ganzen Rampen hochlaufen. Alles sehr gruselig, einfach weil es so dunkel war und wir auch noch eine durchgelegener Matratze gefunden hatten und von Fledermäusen überrascht wurden. Oben angekommen hatte man zwar echt eine gute Aussicht, aber allzu lange wollten wir auch nicht da bleiben und haben uns entschieden, die extra hierfür gekauften Getränke doch lieber unten zu trinken.

Und dann hat auch schon unser letzter Tag in Südostasien angefangen, kaum zu glauben, aber leider wahr!! Eigentlicher Plan war, gegen 3 zurück im Hostel zu sein und dann in Ruhe zu packen, um abends noch feiern gehen zu können. Aber nein mal wieder war alles ein bisschen anders als geplant. Nach einer Bootsfahrt, der Besichtung eines Flugzeugfriedhofs (echt cool, hier wohnen sogar Familien in aus Flugzeugen gebauten Häusern) und Proviant Einkauf, waren wir dann erst gegen 7 im Hostel.
Jetzt hieß es, Sachen aussortieren, tauschen und alles in diesen Rucksack zu bekommen. Denn von unseren ganzen Shoppingtrips hat sich echt bisschen was angesammelt.
Zum Glück hat am Ende doch alles reingepasst und wir hatten noch Zeit unseren letzten gemeinsamen Abend zu feiern.

Denn am nächsten Tag um 4 Uhr morgens hieß es, Abschied nehmen...
Kaum vorzustellen nach 2 1/2 Monaten 24/7 zusammen, auf einmal getrennte Wege zu gehen.. Für Aline geht es jetzt wieder zurück nach Deutschland und für Johanna weiter nach Australien.

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